Biogeochemie im Küstenmeer
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Umweltchemie

Aquatische Ökosysteme sind einem andauernden Druck durch menschlich verursachte Schadstoffeinträge ausgesetzt. Diese können über Flüsse, über die Atmosphäre aber auch über diffuse landseitige Eintragswege zunächst in die Küstenzone und dann weiter ins Meer gelangen.

Schadstoffeinträge sind dynamisch, das heißt sie verändern sich über kurzzeitigen aber auch langfristigen Wandel, zum Beispiel durch veränderte industrielle Produktion, Umweltgesetzgebung, Wahrnehmung von Umweltproblemen in der Bevölkerung und damit verbundenem Konsumverhalten und die Inverkehrbringung von neuen Chemikalien.

Die Küstenzone ist hiervon besonders markant betroffen, da sie eine Art Sammelbecken für alle im Hinterland eingetragenen Schadstoffe ist, aber gleichzeitig auch ein einzigartiges und sensibles Ökosystem ist, dessen vielfältige Ökosystemleistungen durch diese Schadstoffcocktails gefährdet ist. Neben der Akkumulation in der Nahrungskette können viele dieser Schadstoffe auch über weite Distanzen transportiert werden und fernab der industriellen Quellregionen langfristige Belastungen und negative Effekte im offenen Ozean aber auch in den Polargebieten verursachen.

Die Abteilung für Umweltchemie untersucht Vorkommen, Quellen, Verbreitungswege und Verbleib dieser anthropogenen Schadstoffe in küstennahen, marinen und polaren Gebieten.